Jahresrückblick 2011
Das Jahr geht dem Ende entgegen und da nehme ich mir doch mal ein paar Minuten und schau zurück auf die Saison 2011. Meine Fresse, was war dieses Jahr nicht alles los beim SVAG!
Das Jahr hat gestartet und gleich im Februar gab es eine Neubesetzung an der Spitze des SVAG. Nachdem Wilfried Hermann uns über Jahre als Vorsitzender durch dick und dünn geführt hat gab es einen neuen Vorsitzenden. Martin Wegner, viele der Mitglieder kannten das Gesicht eher aus der Arztpraxis, war der neue Mann an der Spitze. Und dann hat er es sich auch noch zur Aufgabe gemacht den Jugendbereich besonders zu fördern und zu stärken.
Schauen wir also auf das was da so los war bzw. ist bei der Jugend. Ein neuer großer Sponsor, der uns hoffentlich/wahrscheinlich über Jahre treu bleibt wurde an Land gezogen. Die nächsten Übungsleiter wurden aus den Reihen der aus dem Cadet herausgewachsenen Segler akquiriert. Und dann sind da natürlich die jährlichen Regatten in Rerik bzw. die zu denen sich unsere Segler hin aufmachen. Wie immer sind die Regatten über ganz Deutschland verstreut und so machten sich unsere Segler ein ums andere Mal auf die lange Reise in unserem...sagen wir mal betagten Vereinsbus. Am Ende unterm Strich wurden hier natürlich säckeweise Erfolge eingefahren. Gute Platzierungen hier, gesammelte Erfahrungen da. Alleine mit diesem ‚normalen Jahresablauf‘ könnte man schon Seiten mit Text füllen!
Aber dann gab es da dieses Jahr dieses Ereignis, dass dem Fass den Boden ausgeschlagen hat. Die Cadet Weltmeisterschaft in Kühlungsborn. Wir haben nicht nur teilgenommen, wir haben das Ding organisiert und durchgeführt. Ein riesen Event! Fast 300 Segler von 4 Kontinenten. Dann noch die ganzen Eltern und Trainer dazu. Am Ende waren es über 500 Personen. Wer wird es jemals vergessen: 10 DAYS OF CELEBRATE CADET SAILING!!! Der Wahnsinn. Und zur WM haben sie natürlich alle an einem Strang gezogen. Und so kamen die ca. 100 Helfer und Helfershelfer natürlich nicht nur aus den Reihen unseres Jugendbereichs. Jeder hat seinen Teil beigetragen. Ob nun als Start- oder Zielschiffbesatzung, Einweiser oder Fahrer um die 9 gemieteten Schlauchboote zurück nach Schleswig-Holstein zu bringen.
Und bei unseren ‚großen‘, manche sagen ja auch Erwachsenen? Soweit ich das sehe kann wieder eine große Zahl unserer Mitglieder mit vierstelligen Meilenzahlen im Bordbuch angeben. Da soll sogar jemand so verrückt gewesen sein für ein kühles Bier non-stop nach Kopenhagen und zurück gesegelt zu sein! Meilen hin, Meilen her. Manche waren dabei sogar schnell. Völlig egal ob bei den Mittwochsregatten, den Vereinsregatten oder außerhalb. Erfolge wurden eingefahren und Pokale um Pokale an den Sonntagen zur Heimfahrt stolz ins Auto verladen.
Und jetzt am Ende fragt man sich ob Martin sein Ziele erreicht hat und ob wir ein gutes Jahr hatten. Das kann jeder schön für sich selbst beantworten. Aber ne Menge los war auf jeden Fall! Und ich für meinen Teil würde das als positiv bewerten.
Aber ganz ehrlich, sind wir nicht alle irgendwie froh das der Winter kommt und mal Zeit zum Verschnaufen bleibt? Als ich neulich mal kurz in der Bootshalle war um den Ladezustand meiner Batterie zu überprüfen hatte ich den Eindruck, dass es nicht allen so geht. Schräg gegenüber von meinem Stellplatz wurden schon die undichten Luken rausgesägt und durch neue (hoffentlich wasserdichte) ersetzt. Die Jugend werkelt auch schon wieder kräftig an den Booten. Und natürlich nicht zu vergessen die ganzen Brückenarbeiten. Ihr habt doch bestimmt schon alle eure Stunden geleistet? Egal, einfach noch mehr Stunden abreißen!
Und so langsam kommen auch mir Zweifel, ob ich mir nicht schon viel zu viel Zeit gelassen habe und ob ich genug Zeit für alle Vorbereitungen habe, bevor die Boote schon wieder ins Wasser gehen und endlich wieder eine Meile nach der anderen im Kielwasser liegen gelassen wird.
